LUXUSCABRIO VERSUS CABRIO-WINZLING

Wer Unterschiede zwischen einem Smart-fortwo-Cabrio und einem S-Klasse-Cabrio sucht, findet sie. Der Vergleich offenbart aber noch anderes ...

Man finde die 10 Unterschiede – nicht ganz ernst gemeinter Vergleich von Daimler.

Vergleichen kann man alles irgendwie – ob es Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt. Nachfolgend ein nicht ganz ernst gemeinter Vergleich zwischen dem neuen Smart-fortwo-Cabrio und einem neuen S-Klasse-Cabrio.

Schuhgrösse

Hätten die Autos Schuhgrössen, würde das Smart-fortwo-Cabrio die Schuhgrösse 27 besitzen (Reifen: 165/65 R 15, Breite 16,5 cm). Das S-Klasse-Cabrio aber lebt auf grossem Fuss: Schuhgrösse 39 (Reifen: 245/50 R 18, Breite 24,7 cm).

Reserve

Wie viel beträgt die Reserve? Dies haben sich schon ganze Generationen von Autofahrern gefragt, deren Tankinhalt rapide zur Neige ging – und die weit und breit keine Tankstelle erspähen konnten. Antwort: Im Smart schafft man mit der Reserve noch weitere 116 km, im S-Klasse-Cabrio lediglich 94 km. Zwar ist die Reserve beim S-Klasse-Cabrio mit 8 l deutlich grösser als die 5-l-Reserve im Smart-Cabrio. Doch entscheidend ist natürlich der Benzinverbrauch …

Verdichtung

Dass Sportmotoren oft ein höheres Verdichtungsverhältnis nützen, ist kein Geheimnis. Doch das geht oft zulasten der Zuverlässigkeit. Beide Otto-Motoren unserer Vergleichs-Cabrios wandeln da mit 10,5:1 auf sicheren Pfaden – was allerdings noch nichts über die Leistung aussagt. Das S-500-Cabrio hat mehr als doppelt so viele Zylinder wie der Smart – und weit über sechsmal so viel Leistung (455 versus 71 PS).

Verdeck schliessen

Die «TopGear»-Folge, in der Jeremy Clarkson das Verdeck seines McLaren MP4-12 C Spiders nicht richtig schliesst, ist legendär. In der Cabrio-Challenge-Folge geht es darum, so schnell wie möglich eine Strecke zurückzulegen, nachdem man zuvor das Verdeck (elektrisch) geschlossen hat. Clarkson gewinnt mit seinem McLaren vor Richard Hammond (auf Ferrari 458 Spider) und James May (auf Audi R8 V10 Spyder).

Clarkson brettert fröhlich mit über 200 km/h weit vor den anderen über die Ziellinie, bis er realisiert, dass das Hardtop seines McLaren nicht richtig geschlossen wurde und steif wie ein Brett dem starken Fahrtwind trotzen musste – die Schliessmechanik mag solche extremen Belastungen besonders gerne. Auch im Daimler-Konzern gibt es unterschiedliche Schliessgeschwindigkeiten für die Verdecke. S-Klasse-Cabrio-Piloten dürfen maximal Stadttempo (50 km/h) fahren, um das Verdeck zu schliessen. Der Smart fortwo hält viel mehr aus: Die Mechanik hält Tempi bis 151 km/h aus!

Verdeck öffnen

Schneller «blank» zieht ebenfalls das kleine Smart-fortwo-Cabrio. Es braucht 12 Sekunden, bis es «oben ohne» fährt. Das naturgemäss deutlich grössere Verdeck der S-Klasse hingegen braucht 20 Sekunden, um zu schliessen. Nicht eingerechnet beim Smart-fortwo-Cabrio sind hingegen die Dachholme. Will man auch sie entfernen, dauert es deutlich länger. Bei Cabrio-Fans mit zwei linken Händen könnte es sogar einige Minuten dauern …

Luftsprünge machen

Zuletzt eine Gemeinsamkeit: Der Begriff Cabriolet stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt so viel wie «Luftsprünge machen, Kapriolen schlagen» …